Eine weiße Epoxidbeschichtung kann unmittelbar nach der Anwendung makellos aussehen. Der eigentliche Test beginnt erst später, wenn Licht, Sauerstoff und Zeit auf das Material einwirken. Genau deshalb testen wir bei der Entwicklung von EKOPEL 2K nicht nur eine Probe, sondern verschiedene Rezepturen und vergleichen, wie sie unter intensiver UV-Belastung altern.
Epoxidbeschichtungen haben eine unangenehme Eigenschaft: Direkt nach der Anwendung verraten sie nur sehr wenig darüber, wie sie in Zukunft aussehen werden.
Zwei Materialien können denselben Weißton und denselben Glanz haben und optisch praktisch identisch wirken. Doch nach sechs Monaten kann das eine seine weiße Optik bewahren, während das andere bereits einen deutlich gelblichen Farbton entwickelt.
Bei der Badewannenrenovierung ist das besonders wichtig. Auf einer großen, weißen Hochglanzoberfläche wird bereits eine relativ geringe Farbveränderung sichtbar. Während sich Eigenschaften wie Festigkeit oder Haftung vergleichsweise schnell prüfen lassen, braucht die Farbstabilität Zeit.
Man kann mehrere Jahre warten. Oder man lässt das Material schneller altern.
Genau diesen Weg gehen wir bei der Entwicklung von EKOPEL 2K.
Statt einer perfekten Probe zehn konkurrierende Rezepturen
Bei Labortests ist nicht nur interessant, wie gut der Gewinner abschneidet. Genauso wichtig ist es zu sehen, wie deutlich er sich vom schwächsten Kandidaten unterscheidet.
Für eine der EKOPEL-Untersuchungen wurden 10 experimentelle Rezepturen vorbereitet. Es handelte sich nicht um zehn identische Proben desselben Materials, sondern um unterschiedliche Zusammensetzungen aus unserem Entwicklungsprozess.
Alle Proben wurden für eine unabhängige Untersuchung an die Fakultät für Chemie und Chemietechnologie der Universität Ljubljana übergeben.
Die Idee hinter dem Versuch war einfach: unterschiedliche Rezepturen exakt denselben Bedingungen aussetzen und das UV-Licht seine Arbeit machen lassen.
Es gab keine vorab ausgewählte „perfekte“ Probe und keinen Versuch, unbedingt zu beweisen, dass eine bestimmte Rezeptur die beste sein muss.
Das Ziel des Tests war es, schwächere Rezepturen zu erkennen, auszusortieren und nur mit den widerstandsfähigsten weiterzuarbeiten.
672 Stunden, in denen die Sonne nie unterging
Die Proben wurden in einer UV-Kammer in etwa 25 Zentimetern Abstand zu den Strahlungsquellen platziert.
Dann begann der beschleunigte Alterungsmarathon.
Die Lampen liefen 24 Stunden am Tag über einen Zeitraum von 28 Tagen.
Das sind 672 Stunden ununterbrochene UV-Bestrahlung.
Keine Nacht. Keine Wolken. Keine Pause.
Die Temperatur in der Kammer blieb unter 30 °C, um den Einfluss von Wärme möglichst gering zu halten und vor allem die Wirkung der UV-Strahlung auf das Material zu untersuchen.
Das Emissionsmaximum der Lampen lag bei etwa 367 nm, die berechnete durchschnittliche UV-A-Intensität auf Höhe der Proben bei rund 20-25 W/m².
Innerhalb von vier Wochen erhielt jede Probe eine UV-A-Dosis von rund 50 MJ/m².
50 MJ/m² UV-A. Aus der Sprache des Labors in den Alltag übersetzt entspricht das ungefähr 100 Tagen unter sengender Sonne.
Hundert Tage, in denen eine Oberfläche dem ständigen Angriff ultravioletter Strahlung standhalten und ihre weiße Farbe bewahren muss. Genau diesem Stresstest setzen wir unsere experimentellen Rezepturen aus. In der UV-Kammer werden diese 100 Sonnentage auf nur vier Wochen komprimiert: Die Lampen bleiben Tag und Nacht eingeschaltet und laufen 672 Stunden ohne Unterbrechung.
Und genau hier wird es interessant
Vor Beginn des Tests sahen alle Proben nahezu identisch aus: weiß und glänzend. Doch die UV-Strahlung zeigte schnell, wie unterschiedlich ihre Beständigkeit tatsächlich war.
Die Farbe wurde jede Woche kontrolliert und mit dem Ausgangszustand verglichen. Zur Bewertung wurde der Wert ΔEverwendet: Je niedriger der Wert, desto besser hat das Material seine ursprüngliche Farbe bewahrt.
Nach vier Wochen zeigten die meisten experimentellen Rezepturen lediglich eine Farbveränderung von ΔE 2-4. Eine Probe überschritt dagegen ΔE 10. Der Unterschied war bereits mit bloßem Auge deutlich sichtbar.
Gleicher Weißton am Anfang. Gleiche Testbedingungen. Ein völlig anderes Ergebnis.
Deshalb sagt das schöne Weiß einer frisch aufgetragenen Epoxidbeschichtung nur sehr wenig darüber aus, wie sie nach sechs Monaten oder mehreren Jahren aussehen wird.
Heute weiß zu sein reicht nicht
Eine Badewannenbeschichtung muss jahrelanger Nutzung standhalten und nicht nur in den ersten Wochen nach der Anwendung überzeugen. Bei der Entwicklung von EKOPEL 2K interessiert uns deshalb nicht nur die ursprüngliche Farbe, sondern vor allem die Frage, wie lange das Material sie bewahren kann.
Wir testen unterschiedliche Rezepturen, vergleichen ihre Ergebnisse und wählen nur die widerstandsfähigsten aus.
Denn eine Epoxidbeschichtung heute weiß zu machen, ist vergleichsweise einfach. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, sie über Jahre weiß zu halten.
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